Journal

Kategoriepfade lesen wie ein Verkaufsgespräch

· 7 Min. Lesezeit

Personalisierung beginnt nicht erst im Produktempfehlungsblock — oft schon in der Art, wie Kategorien benannt und geordnet sind.

Kleidungsstücke auf Kleiderstangen in einem hellen Laden

In vielen Shops spiegeln Kategorienamen die interne Warenwirtschaft wider: Artikelgruppen, Lieferantenlogik, Lagerplätze. Kundinnen und Kunden denken anders. Sie fragen nach Anlass, Passform, Pflegeaufwand oder Preisgefühl — und verlieren sich, wenn der Pfad diese Fragen nicht aufnimmt.

Ein einfacher Lesetest

Bitten Sie jemanden außerhalb des Teams, laut zu erzählen, welchen Weg sie von der Startseite zu einem konkreten Produkt nimmt. Notieren Sie jede Stelle, an der gezögert oder zurückgeklickt wird. Diese Zögerstellen sind oft relevanter als eine weitere Bannerfläche.

Personalisierung ohne Extra-Modul

Schon die Reihenfolge der Unterkategorien kann Stammkunden und Erstkäufer unterschiedlich begrüßen — etwa indem Saisonales und Nachkaufbares getrennt sichtbar bleiben. Senseplatform sieht darin Marketing-Branchenpraxis, keine Technikfrage: Wer den Pfad verständlich hält, spart später komplizierte Sonderregeln.

Kleiner Umbau mit großer Wirkung

Beginnen Sie mit einer Kategorie, die Umsatz bringt, aber hohe Absprünge zeigt. Benennen Sie sie so um, dass der Kundennutzen im Titel steht, und prüfen Sie zwei Wochen lang, ob Service-Anfragen zu „finde ich nicht“ zurückgehen.